Sport frei Michi

Bleilochlauf 2017 …

… wenn ihr davon noch nichts gehört habt, dann solltet ihr die nächsten Zeilen lesen.

Die Bleilochtalsperre ist Deutschlands größte ihrer Art, zumindest wenn es nach dem Volumen geht und der dort stattfindende Lauf ist auch ein großer seiner Art,  zumindest wenn es um die Distanzen geht. Wer also große Dinge wie Ultramarathon (48 Kilometer) oder Ultrahalbmarathon (24 Kilometer) oder Ultraviertelmarathon (12 Kilometer) mag, der sollte sich nächstes Jahr ins schöne Thüringen begeben. Das wollten auch Conny (Ultraviertelmarathon) von einfachveglaufen, Resi (Ultrahalbmarathon) von „Resi&Michi“ und Michi (Ultrahalbmarathon) von „Resi&Michi“.

Anreise war am Samstag. Die Talsperre ist ein alter Bekannter, da wir hier schon einige Wochenenden auf dem SMS Festival (Sonne Mond &  Sterne) bei elektronischer Musik und vielen herabrieselnden Regentropfen verbracht haben. Wieso sollte es gerade heute anders sein. Obwohl der Wetterbericht Trockenheit vorausgesagt hatte, viel der ein oder andere Tropfen, was gepaart mit Wind und einer Temperatur von 6 Grad dem Polarmarathon aus den Erzählungen von Dean Karnazes sehr nahe kam und ich in kurzen Hosen.

Die Abholung der Startunterlagen erfolgte problemlos, allgemein sind die Helfer ein eingespieltes Team und die thüringische Gastfreundschaft ist durch & durch Programm. Das ganze Team trotzte den polaren Verhältnissen, war super drauf und hat uns Läufer perfekt unterstützt. Beim Ultrahalbmarathon gab es vier Versorgungsstationen mit Süßigkeiten, Getränken (kalt/heiß) und Obst.

Apropos Strecke, am Anfang war ich wirklich froh hinter Läufern zu sein, die sich scheinbar auskannten, denn Streckenmarkierungen konnte ich keine erkennen. Was natürlich auch an meiner begrenzten Orientierungsfähigkeit oder meiner ausgeprägten Orientierungslosigkeit gelegen haben kann. Ab Höhe Pöritzsch war man direkt an der Talsperre und konnte sich nicht mehr verlaufen, irgendwann wurden auch die Markierungen besser. Die meiste Zeit ist man auf Wirtschaftswegen im Wald unterwegs, nur die ersten und die letzten Kilometer sind auf Asphalt. Am Ende kann noch mal richtig schön auf einem abschüssigen Radweg geballert werden 😉

Wir starteten 10 Minuten nach den 12ern, ein schneller Drücker von Conny und schwups war sie weg. Resi war gesundheitlich nicht auf der Höhe und ist daher nicht gelaufen. Ich bin die erste Hälfte der Strecke gemeinsam mit Kai (mit i ;-)) gelaufen und wir haben uns über den Weg, das Älterwerden und diese Lauferei unterhalten. Für Kai war es der Formcheck für einen 30k Lauf am kommenden Wochenende und für mich, ja was war es eigentlich für mich? Ein entspannter Vorbereitungslauf für Innsbruck am kommenden Wochenende, aber unsere Pace fühlte sich wenig entspannend an. Ab der Hälfte kam mir dann Philipp in den Sinn, der mir irgendwann mal etwas von einem Negativsplit erzählt hat. Wieso also nicht, da fällt mir ein, dass ich es noch nicht überprüft habe 😀 Jedenfalls habe ich ab der Hälfte etwas mehr Gas gegeben und keinen Gedanken mehr an Entspannung verschwendet habe. Das kam dabei raus:

18. Overall und 5. in meiner Altersklasse. Kai hat sein „unter 2h Ziel“ auch erreicht und wurde im Ziel von mir gleich zu einem Weizen genötigt, was er dann auch gemacht hat, und das, obwohl er überhaupt kein Weizen mag 😉 Und Conny, ja Conny hat mal so nebenbei und nach einer OP mit anschliessendem Sportverbot ihre Altersklasse gerockt 😀 auf Sonne Mond & Sterne hätten wir gesagt: „Voll Lazer wie die abgeht“ Okay, bevor die Zitate jetzt noch peinlicher werden #SportFrei 😉

michi • 27. April 2017


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