Sport frei Michi

Wenn das Rudel heult …

… dann heisst es Saisonauftakt beim Thermen-halb-marathon in Bad Füssing. 21,1 Kilometer auf Radwegen rund um die Kur- und Wellnessmetropole im Südosten der Republik. Der Wetterbericht prophezeite 6 Grad und Sonnenschein und ich prophezeite meinen Beinen ihren ersten Lauf in kurzer Hose dieses Jahr. Welch ein Wunder, beide Prophezeiungen wurden Wirklichkeit und haben mir zu meiner neuen Halbmarathon Bestzeit verholfen.

Guten Morgähn …

6 Uhr klingelte der Wecker und 6:45 Uhr mussten wir feststellen, dass der Bäcker noch nicht in den Startlöchern stand, wir also vor verschlossenen Türen. Das traditionelle Nutella-Croissant musste also noch etwas warten und wurde pünktlich 2h vor dem Start an einer Raststätte gegessen.  9 Uhr befanden wir uns bereits schon in Bad Füssing auf dem Parkplatz der Therme I, welche übrigens ungleich der Johannesbad-Therme ist, wo der Lauf stattfand. Kein Stress es waren 1000 Meter zu Fuss und die Orientierung sehr einfach, da der Moderator den Zuschauern schon kräftig einheizte. Dort angekommen, konnte man bereits das After-Run Buffet geniessen. Es gab bereits Tee, Früchte, Wasser und Süssigkeiten, um die letzten Speicher vor dem Lauf noch aufzufüllen. Klasse Idee und dicker Pluspunkt für den Veranstalter.

Start …

…für die 10k-Läufer war 9:45 Uhr. Der Donnerschlag, der sie auf die Strecke schickte, katapultiert mich fast aus dem Klowagen, wo ich … na ja, ihr kennt das Problem kurz vorm Lauf ;-). 10 Uhr waren die Marathonis und Halbmarathonis an der Reihe. Schnell noch ein Bild mit dem Fuchsrudel und ab in die Startaufstellung, Füchse vorn, Michi etwas weiter hinten … Donnerschlag, Tinnitus und los. Die Wege waren anfänglich viel zu eng für das große Starterfeld und ich sah meine neue PB schon in Gefahr, nicht aber meine Uhr, die mir den ersten Kilometer mit 4:22 anzeigte. Ich fühlte mich gut und konnte vorerst gute Zeiten laufen. Allerdings merkte ich schnell, dass ich zu selten an der Vierer-Grenze unterwegs bin und musste Kilometer für Kilometer durch muskuläre Schmerzen kombiniert mit Seitenstechen Sekunden lassen. Das konnte über 21K nicht funktionieren und ich spielte schon mit dem Gedanken eine neue 10K Bestzeit hinzulegen und für die zweite Hälfte meine Pace anzupassen. Die Anpassung würde mich meine Bestzeit kosten, aber das war mir in dem Moment total egal. Schliesslich ist es ein Lauf aus dem Training heraus und ich fühlte mich einfach schlecht. Im Prinzip ist es dann auch so gelaufen, ich bin nach 43 Minuten irgendwas das erste Mal durch den Start/Ziel-Bogen gelaufen. Dort habe ich noch versucht ein schönes Gesicht für meine Freundin zu machen, was mir nicht gelungen ist, und bin dann durch die Verpflegungsstation gegangen. Danach pendelten sich meine Kilometerzeiten bei 4:30 Minuten ein, womit ich eigentlich sehr zufrieden war. Das Gute war, dass das Seitenstechen weg war. Das Schlechte war, dass mein Magen etwas gegen das genommene Gel hatte. Vielleicht lag es daran, dass das Haltbarkeitsdatum abgelaufen war und ich aus Mangel aus Alternativen, keine Alternative hatte 🙂 Er grummelt jetzt noch.

Ziel …

…, wie habe ich es herbeigesehnt. Mein Geist war nicht mehr in der Lage irgendwelche Zeitprognosen zu errechnen und ich hätte auch nicht mehr schneller laufen können. 1:32:56 Stand auf der Uhr des Veranstalters und „New PB“ auf meiner und nach dem ersten Kuss meiner Freundin war alles halb so schlimm. Die Statistik: 102. Gesamt, 23. Ak und fast genau 22 Minuten nach dem ersten und ein dickes Grinsen im Gesicht. Im Ziel konnte ich noch kurz den Benni persönlich kennenlernen, der eine Hammerzeit von 1:23 gelaufen ist und danach ging es gleich in die Johannestherme deren Eintritt +1 für die Läufer frei ist. Ach und das Rudel ist mir auch noch begegnet und wie schon die Beginner festgestellt haben, Füchse sind gar keine Rudeltiere … #SportFrei

michi • 5. Februar 2017


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