Sport frei Michi

Woche 5: 10 Kilometer unter 41 Minuten …

… oder die Woche der Geschwindigkeit. Die letzten Tage vor dem Südwestpark FunRun sind angebrochen und es fehlt mir immer noch die Geschwindigkeit. Genau da setzte der Trainingsplan für diese Woche an. Ein längeres und ein kürzeres Intervall kombiniert mit einem Regenerationslauf und genau das konnte ich nicht einhalten. Aber von vorn …

… die Verletzung der letzten Woche hat mich Anfang der Woche immer noch immer geplagt. Bei schnelleren Bewegungen und beim Treppensteigen hatte ich Schmerzen im Oberschenkel. Das eine Problem konnte ich mit dem Aufzug lösen, das andere Problem aber leider nicht mit 1600m Intervallen am Dienstag und somit hat ungewöhnlicherweise meine Vernunft gesiegt. Ich war mir bewusst, dass gerade diese Einheit sehr wichtig für mein Ziel ist, aber mit Schmerzen kann ich es sowieso nicht erreichen bzw. noch schlimmer, es erst gar nicht versuchen. Also war das Fazit des Dienstages: für alles gibt es ein erstes Mal, für den Lift als auch eine Vernunftsentscheidung und somit Trainingsausfall.

Der Schwerpunkt lag jetzt also ganz klar Genesung, um am Donnerstag beim nächsten Training wieder fit zu sein. Diesen Fokus kann man beim Nürnberger Bierfest allerdings schnell verlieren beziehungsweise ist das nur eine Frage des Blickwinkels, denn vielleicht kann ja etwas Alkohol zur Linderung von Schmerzen beitragen. Für einen Moment hat das auch wirklich funktioniert, für das Training am Donnerstag aber eher nicht. Denn was ist besser als am bisher heissesten Tag des Jahres in der prallen Sonne am grölenden Publikum vom Rock im Park vorbeizulaufen? Wenn man das mit einem Kater macht, um den dich selbst die trinkfesten Rocker nicht beneiden. Daher konnte ich nicht mal die Zeitvorgaben der langsamen Einheit halten, was mir aber ziemlich egal war, weil ich immer noch Schmerzen hatte und noch während des Laufs meine Trainingswoche für beendet erklärte. Fazit des Donnerstags: Egal ob drei Tage feuchtfröhlich im Zelt oder 10 Kilometer laufen, Ausdauersportler feuern sich an. 

Der Rest der sportlichen Woche war also gelaufen und ich hätte fast einen Gang runter geschalten, wenn ich am Freitag nicht im Fitness gewesen wäre. Im Studio habe ich langsam versucht das Bein wieder zu belasten und es hat sich ganz gut angefühlt. Vielleicht hatte der Alkohol doch eine heilende Wirkung. In meiner Verzweiflung ergriff ich diesen Strohhalm und besuchte am Samstag ein weiteres Mal dieses wohltunende Bierfest und siehe da, am nächsten Tag konnte ich dann wirklich einen Gang runter schalten. Gemeinsam mit meinem Kater fuhr ich mit dem Mountainbike durch die fränkische Alb und das ohne größere Beschwerden. Die Ausdauerrocker vom Rock im Park wären stolz auf mich gewesen, wenn sie nicht schon im Delirium gewesen wären.

02.06: Intervall – 15 min Einlaufen / 4 x 1600m in 5:58 min mit je 800m Trabpause / 15 min Auslaufen ausgefallen
04.06: Langsamer Dauerlauf – 50 min Puls: 134 – 143 in 5:52 min/km
06.06: Intervall – 15 min Einlaufen / 5 x 800m in 2:58 min mit je 400m Trabpause / 15 min Auslaufen ausgefallen

michi • 10. Juni 2015


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