Sport frei Michi

Wings For Life Selfie Runner: Jahresziel Nummer 1 …

… check 😉 Ich habe es geschafft, mein erster Halbmarathon. Nach 22,1 km hat mich das virtuelle „Wings for Life“ Catcher-Car erwischt und ich habe mein Ziel um ganze 100 … in Worten: einhundert 😉 Meter überreicht. Okay, klingt jetzt nicht soviel, aber mittendrin habe ich schon gar nicht mehr daran geglaubt.

Anfänglich haben meine Beine noch etwas gezickt und etwas gebraucht um warm zu werden. Nach den ersten Kilometern lief es dann aber ganz gut und bei Kilometer 10 konnte ich noch gekonnt einer Rentner-Kampfhund-Attacke, arglistig getarnt als Rentner-Pudel-Kombi, ausweichen und somit ohne Bisswunden und Stockschlagblessuren dem zweiten Teil des Laufes entgegen frönen. Zu dem Zeitpunkt war das Catcher-Car mir schon 4km lang auf den Fersen. Was mich nicht im Geringsten in den Grundfesten meines taktischen Vorgehen erschütterte.

Ich blieb weiter defensiv, da ich ja keinerlei Getränke bei mir hatte und ich noch nie weiter als 16 Kilometer gelaufen bin. Für den Flüssigkeitsmangel hatte ich natürlich einen Plan B, der auch für einen eventuellen Totalausfall gelten sollte: B für Bargeld. Kurz vor dem Start habe ich mir noch 5 Euro für Notfallszenarien wie Einkehr in eine Kneipe um ein isotonisches Sportgetränk zu zelebrieren oder eben für die Heimfahrt mit den Öfis, eingesteckt. Beides zusammen hätte nur funktioniert, wenn entweder der Barmann oder der Bahnmann mir aus Mitleid den Preis für das Weizen (…alkoholfrei) oder das Ticket nach Nürnberg erstattet hätten. Planung ist ab und an alles.

Ab Kilometer 17 war dann so langsam der Spass vorbei. Mein gutes altes rechtes Knie hat sich wieder gemeldet und mich immer langsamer werden lassen. Ich habe schon mit Hochrechnungen angefangen um herauszufinden, wie schnell ich gehen muss, um den Halbmarathon noch zu schaffen. Allerdings hatte wohl meine geistige Leistungsfähigkeit unter dem Flüssigkeitsmangel gelitten, die 17 Kilometer konnten ja nicht das Problem sein, und so kam ich zum Entschluss: wahrscheinlich Powerwalken. Allein schon der Gedanke in meinem Kopf und das damit verbundene Bild des powerwalkenden Möchtegern-Triathleten, der von einem Pudel mit Renter überholt wird und den beiden 5 Euro für ein Weizen oder Busticket anbietet, hat mich durchhalten lassen und dabei habe ich noch für eine gute Sache gespendet. Nächstes Jahr versuche ich dann in München zu starten, da gibts abgesperrte Wege, Getränke und Rücktransport.

Insgesamt bin ich 15 Selfie Runner geworden von weltweit 206 Teilnehmern.

michi • 5. Mai 2015


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