Sport frei Michi

Hählekopf und Steinmandl …

… sollten am Samstag unter die Bretter kommen. Der Wetterbericht war für einen Tagesausflug prädestiniert. Von Freitag auf Samstag war mit etwas Neuschnee zu rechnen, Samstag dann bis in die Abendstunden sonnig und dann Wetterverschlechterung. Also ging es mit Resi gegen 4:30 Uhr in Richtung Kleinwalsertal. Wir wollten uns gegen 11 Uhr an der Schwarzwasserhütte mit Schwager Kay treffen, um dann zu entscheiden, ob wir gemeinsam auf das Steinmandl gehen. Wir hätten also auch ausschlafen und dann gemütlich nach dem Frühstück fahren können, aber die Sonne geht ja schon etwas früher auf und somit hatten wir noch ein paar Stunden für einen weiteren Gipfel also habe ich noch einen kleinen Abstecher auf den Hählekopf geplant.

Galtöde

Die Aufstiegsroute führ von der Schwarzwasserhütte über den Gerachsattel. Ursprünglich wollte ich nördlich von der – im Winter geschlossenen – Einkehrmöglichkeit Melköde über die Ifersguntenalpe aufsteigen, habe dann aber nicht mehr auf GPS geschaut, da ich mir um Resi Gedanken gemacht habe. Die ist nämlich vor mir hin und her geschwankt und wurde immer langsamer. Die Erkältung vom Vortag stecken ihr noch in den Knochen. Also ging es direkt zur Schwarzwasserhütte, wo sie dann mit meinem gesamten Kohlenhydraten auf Kay gewartet hat. In der Zwischenzeit wollte ich auf den Hählekopf und wieder retour.

Etwas vor mir war eine nette Vorarlbergerin, die die ganze Zeit bis zum Gipfel gespurt hat. Sie war mindestens so schnell wie ich in ihrer Spur und somit konnte ich sie nicht zum Spurwechsel einholen. So wie sie ausgeschaut hat und drauf war, hatte sie das auch nicht nötig 😉 Auf dem Weg zum Gipfel ist mir noch eine fünfzehnköpfige Gamsherde begegnet, die ich offensichtlich beim Frühstück gestört habe und alles zur Wiedergutmachung wurde gerade von Resi ein paar Meter weiter unten vertilgt. Nach ca. einer Stunde war ich um 10:45 Uhr der Zweite am Gipfel und konnte mich noch für die Spurarbeit bedanken.

Gipfel HählekopfAm Gipfel kam dann die Nachricht von Kay, dass er an der Schwarzwasserhütte ist und Resi gerade vom Steinmandl zurückgekehrt ist und mich nicht gefunden hat. Es schien ihr also mit meinen Kohlenhydraten besser zu gehen. Die Abfahrt verlief entlang der Aufstiegsroute und die 10 cm Neuschnee der letzten Nacht taten ihr wirklich gut. Lange wir sie nicht mehr möglich sein.

An der Hütte sassen die beiden in der Sonne und entspannten etwas. Irgendwie hatten sie keine Lust mehr auf das Steinmandl und dachten schon an Kaiserschmarrn im Tal. Ich dachte auch an Kaiserschmarrn im Tal, aber der würde nach dem Gipfel noch besser schmecken. Also Felle ran und los bevor die Sonne den ganzen Hang aufweicht hat. Das Reserl hat mich noch paar Meter begleitet und dann wieder – ohne Kohlenhydrate – auf mich gewartet. Der Aufstieg verlief ohne größere Probleme, auch wenn im oberen Gipfelbereich in der Mulde sehr viel Triebschnee liegt. Gegen 12:30 Uhr war am schwäbischen Gipfelkreuz des Steinmandls. Das ursprünglich Kreuz wurde durch einen Blitz zerstört und ein paar Schwäbele, die ja für ihre gönnerhafte Art weltweit bekannt sind haben glatt ein Neues platziert. Das ist der Gewerbliche Schule für Holztechnik in Stuttgart wirklich gut gelungen: „Schaffe Schaffe Kreuzle baue und dann nach der schönen Aussicht ins Tal schaue“ 😉

 

Schwäbische Baukunst

Da ist das Meisterwerk … also im Hintergrund

 

Die Erzgebirgler waren da

Die Erzgebirgler waren da

 

 

michi • 29. März 2015


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