Sport frei Michi

20 Jahre IronBaby Möhrendorf …

… und das erste Mal für uns. Ironbaby? Ironman? Genau, abgleitet vom großen Bruder, legt hier Groß & Klein 200 Meter im Wasser, 12 Kilometer auf dem Rad und 4 Kilometer in Laufschuhen zurück. Der Spass steht hier also im Vordergrund und wer elektronische Zeitmessung, feste Plätze in den Wechselzonen und High-Tech Rennräder für einen Triathlon braucht, sollte sich lieber beim großen Bruder anmelden 😉

Stefan kurz vor dem Ziel

Geschwommen wird im Obersdorfer Weiher, danach geht es auf Trekking-Bike, Rennrad oder Mountainbike Richtung über teilweise geteerte Waldwege südlich nach Alterlangen. Dort angekommen führt die Strecke über den Radweg der St2240 an den Main-Donau-Kanal der uns dann wieder nach Möhrendorf führt. Wechselzone ist direkt am Sportzentrum Möhrendorf und mit den Laufschuhen geht’s 2 Kilometer nördlich am Kanal entlang bis nach Kleinseebach und wieder retoure. Auf der Strecke kann man sich nicht verfahren oder verlaufen, alles ist akribisch gekennzeichnet (selbst Gullideckel und Erhebungen im Untergrund wurden besprüht), an Abbiegungen stehen Feuerwehrleute der örtlichen freiwilligen Feuerwehr und überall stehen Zuschauer die einem zujubeln.

Tugi hat trotz Krampf gut lachen 

Gleich vor der Anmeldung lernten wir Ingrid Moritz, eine der Organisatoren vom ASV Möhrendorf,
kennen und nach ein Paar Worten wussten wir, dass wir hier genau richtig waren. Ingrid hat sich wirklich viel Zeit genommen um uns den Streckenverlauf und die Wechsel zu erklären, wobei wir eigentlich die meiste Zeit mit lachen und witzeln verbracht haben. Das Rennen sollten um 16 Uhr starten, gegen 15:30 Uhr sind wir gemeinsam vom Sportzentrum Möhrendorf zum Obersdorfer Weiher geradelt. Als wir ankamen wurden noch die letzten Bojen von der Wasserwacht befestigt und dann konnte es auch schon losgehen. Kurz vor dem Start gab es noch eine sehr detaillierte Streckenbesprechung, die jedem nicht Ortsansässigen ein riesiges Fragezeichen ins Gesicht zauberte. Also schnell wieder alles vergessen und auf die Aussage der Reservisten verlassen, dass jede einzelne Kurve entweder abgesperrt oder von der Feuerwehr gesichert ist. So war es dann auch. Vom Wechselplatz läuft man dann gemeinsam zum Start und schon ist man mitten im Ironbaby.

Wechsel – Bike – kurz vorm Ziel

Meine Haßdiziplin hat wieder ihrem Namen alle Ehre gemacht. Für ca. 200 Meter schwimmen (Brust) hab ich 7 Minuten gebraucht. Die Erkältung der letzten Tage hing mir spürbar in den Beinen und diese Bojen wollten und wollten nicht näher kommen. Schwimmtechnik? Fehlanzeige, ich war schon froh, dass ich halbwegs richtig atmen konnte. Nachdem ich mich durch das Wasser „gekämpft“ hatte, war ich auch schon gleich in meinem ersten Motivationsloch und bin ganz langsam in die Wechselzone gelaufen. Hier haben mich das erste Mal die Zuschauer richtig gepuscht, egal wann man aus dem Wasser kam, man wurde bejubelt. Also Schuhe an, Helm auf und ab auf’s Mountainbike. Auf zwei Rädern fühl ich mich etwas wohler und konnte mit einem 29er Schnitt einige Plätze gut machen. Was mir ehrlich gesagt ganz gut gefiel, allerdings waren meine Oberschenkel da einen anderen Meinung 🙂 Irgendwer hat mal gesagt, dass man beim Triathlon sich selbst begegnet, meine Oberschenkel kenn ich jetzt jedenfalls. Nach 22 Minuten war das Kennenlernen erstmal vorüber, denn dann wurden meine Waden vorstellig. Den ersten Kilometer hatte ich fast abwechselnd in beiden Waden Krämpfe und befand mich dann auch gleich in meinem zweiten Motivationstief. So was nun? Jan Fordeno … ja genau. Jan ist letzte Woche seinen ersten Ironman gelaufen. Dabei hatte er neben diversen Rad- und Neoproblemen noch: „unzählige Krämpfe“. Jan ist trotz seiner Schwierigkeiten auf Platz 3 ins Ziel gekommen. Okay, anstatt Ironman war das Ironbaby und der dritte Platz war in weiter Ferne, aber das war mir in dem Moment egal und als ich dann noch eine 4.30er Zeit hatte, war die Motivation wieder da. Die letzten Kilometer trugen mich die Zuschauer.  Einer älterer Mann, bewaffnet mit einem Wasserschlauch, hat es sogar so gut mit mir gemeint, dass ich beinahe wieder mit meinen – technisch extrem ausgefeilten 🙂 – Brustschwimmbewegungen losgelegt hätte. Auf dem Rückweg habe ich dann noch meine zwei Mitstreiter Tugi und Stefan getroffen, beide mit einem Lächeln im Gesicht. Stefan, ein langjähriges Ironbaby, haben wir unserer Teilnahme zu verdanken. Danke für den Tipp. Im Ziel hat sich wieder der familiäre Charakter der Veranstaltung gezeigt. Jeder Einzelne – bis zum letzten Läufer – wurde im Ziel von Familien, Fans und Ironbabys gefeiert und bei der Siegerehrung mit Urkunde und noch einem Präsent von den hiesigen Sponsoren ausgezeichnet.

Das 20. Ironbaby des ASV Möhrendorf war ein voller Erfolg und wir bedanken uns bei allen Organisatoren und Mitwirkenden. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei.

Vielen Dank an die Organisatoren vom ASV Möhrendorf

Website: ASV Möhrendorf

michi • 13. Juli 2014


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