Sport frei Michi

Die Sportabzeichenehrung 2013 …

… endlich ist es soweit: am 13. März 2014 hatte die Stadt Nürnberg die lokale Sportelite zur verdienten Ehrung geladen. Die Ausnahmesportler, welche sich aufopfernd das gesamte letzte Jahr geschunden und im Schweiße ihres Angesichts für sportliche Erfolge gekämpft haben, die an – ach was sage ich – über ihre Grenzen hinausgingen, um das eine große Ziel zu verwirklichen, wurden in die sagenumwobene Ehrenhalle des Nürnberger Rathauses geladen. Dort sollte es endlich den Lohn für Transpiration, Schmerz und Tränen geben … nur nicht für alle, ein Kollege und ich standen nämlich nicht auf der Gästeliste :-).

Hatte wir diese Ehre etwa nicht verdient? Wollte man uns nicht in diesen achtbaren Reigen eklektischer Athleten haben? Unser Antrieb, unser Wunsch, unser Traum gemeinsam mit Joey Kelly unsere ausgeglichene sportliche Leistungsfähigkeit zu zelebrieren … erloschen, in einem Augenblick einfach zerplatzt. Dabei hätte doch alles so schön werden können … wir hätten zum hundertjährigen Jubiläum des Sportabzeichens mit Stolz und geschwollener Brust diese Auszeichnung entgegengenommen und uns sicherlich die ein oder anderer Tränen verdrücken müssen, wenn der zweite Bürgermeister der Stadt uns beglückwünscht hätte. Danach hätten wir gemeinsam mit unserer neuen Sportabzeichen-Familie bei alkoholfreiem Champagner und Low-Carb-Buffet über die Leistungen unserer Brüder und Schwestern in Sotschi fachsimpeln können. Doch es kam anders.

Nachdem wir es durch einen Anruf bei der Stadt Nürnberg doch noch auf die Gästeliste geschafft hatten, mussten wir schnell feststellen, dass wir am Ende der Ehrung immer noch nicht aufgerufen wurden. Das heißt mein Kollege wurde schon aufgerufen, nur unter einem etwas verunstalteten Namen. Details. Etwas überrascht war er allerdings, als es vom Redner keine Urkunde gab: vergessen, wird aber schnell postalisch nachgereicht. Hoffentlich an den richtigen Namen 😉 Aber immerhin wurde er überhaupt aufgerufen, eine Ehre, die mir nicht zuteil wurde. Als ich dann nach einem sportlichen Intermezzo des Post SV, nur aufgrund des Zutuns eines Kollegen, doch noch aufgerufen wurde, war der Bürgermeister recht verblüfft, dass er noch mal zum Fototermin beordert wurde. Noch größere Verwirrung stand in seinem Gesicht, als ich seine Frage wer ich jetzt sei damit beantwortete, dass ich gerade am Rathaus vorbeiging, neugierig war, das Brezen-Buffet mit dem Sekt gesehen habe und dieser Versuchung nicht widerstehen konnte.

Von unserer Vierergruppe wurde lediglich ein Sportfreund ohne einen Fauxpas ausgezeichnet, aber genau aus diesem Grund hatten wir aber einen sehr lustigen und unvergesslichen Abend. Liebe Stadt Nürnberg, danke dafür, aber für die Zukunft und wie so häufig im Sport: üben, üben, üben !!!!!!!

michi • 18. März 2014


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