Sport frei Michi

Skitour im Allgäu: Auf den Edelsberg und die Alpspitze …

… soll es gehen und das obwohl etwas Wichtiges fehlt. Damals, als noch alles besser war, war es die häufigste Niederschlagsform im Winter. Regen? Nee, obwohl das sicher in dieser Saison die richtige Antwort gewesen wäre. Die Rede ist vom weissen Gold: dem Schnee. Laut dem Wetterbericht der letzten Tage versinken ja die Südalpen förmlich darin, also liegt es auf der Hand, dass ein paar Freunde und ich in die Allgäuer Alpen (Norden !!!!!) fahren. Wintersportgerät der Wahl: Schlitten, zwei Kufen anstatt zwei Skier. Piste der Wahl: die Nesselwanger Rodelbahn, mit ihrer sagenumwoben 4 km Naturpiste. Ganz klar, dass meine Tourenski im Gepäck nicht fehlen durften. Die Ziele waren schnell ausgemacht. 
Der Edelsberg (1624m) und ich
Die Alpsitze und der Edelsberg sind nämlich genau das Richtige, um den Tag mit Freunden auf der Piste zu verbringen und zwischendrin ein paar Höhenmeter auf Fellen ohne den ganzen Skitrubel zu machen. Beide Gipfel können entweder als Pistenskitour über das besagte Nesselwanger Skigebiet oder im unpräpariertem Schnee, sofern vorhanden, aus südöstlicher Richtung vom Vilstal aus bestiegen werden. Wählt man die Tour über die Piste, können Teile des Aufstiegs auf Waldwegen zurückgelegt werden. Wenn man noch Zeit für einen Einkehrschwung hat, sollte man diesen auf der Terrasse des Sportheim Böck – zu Neudeutsch Berglodge – verbringen und bei Sonnenschein den Ausblick geniessen. 

Blick ins Tannheimer Tal vom Gipfel

Danach geht es dann oberhalb des Skigebiets weiter in südöstliche Richtung in eine kleine Schneise, die man kaum verfehlen kann, Nach ca. 15 – 30 Minuten steht man zwischen dem Edelsberg im Süden und der Alpspitze im Norden. Der Aufstieg über den Südhang der Alpspitze war stellenweise schneefrei und grün, da freut man sich, wenn man nach Norden schaut und der Hang des Edelsbergs noch in Weiss gehüllt ist. Dann macht es auch nichts, wenn der Schnee bereits total zerfahren wurde, denn die Alternative wäre lediglich zurück auf die Piste und das ohne Gipfel. Der Aufstieg ist nicht sehr anspruchsvoll und in ca. 30 – 45 Minuten steht man auf den 1624 Metern und überblickt das Tannheimer Tal im Süden und die Alpsitze im Norden. Nach einer kurzen Abfahrt ist man dann wieder zurück auf der Piste und kann nach ein paar Schwüngen eine heisse Marille beim Apres Ski oder einen Apfelstrudel mit Vanillesauce im Enzianstüble geniessen.

Wer danach noch Lust auf Skifahren hat, kann dem ab 18 Uhr unter Flutlich frönen. Mag man lieber gutes Bier und deftige bayrische Schmankerl ist man im Brauereigasthof zu Post oder im Brauereigasthof Falkenstein in Pfronten besser aufgehoben.

michi • 16. Februar 2014


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