Sport frei Michi

Jumping-Jack-Canyoning Stuibenfälle (Reutte)

Sommer 2013, könnt ihr euch noch erinnern, erst haben wir ihn vermisst und dann war er plötzlich da. Es sollte der Hitzerekord seit Beginn der Aufzeichnungen geknackt werden, Ventilatoren waren Mangelware und Eis mal wieder meine Hauptmahlzeit. Wir hatten das Glück, unsere freien Tage während des Höhepunkt der Hitzewelle verleben zu dürfen. Abkühlung war also Pflichtprogramm und so ging mit White Mountain zum Canyoning auf die Tour „Who made you“ in den Stuibenfällen.

Der zwischen Reutte und dem wunderschönen Plansee gelegene Canyon, der auch den Namen Jumping Jack trägt, bietet sich für Einsteigertouren förmlich an. Man kann ihn an nahezu jeder Stelle verlassen und er setzt keine besonderen Vorkenntnisse oder Fähigkeiten der Canyoninger voraus. Der Zufluss von Jumping Jack erfolgt über einen künstlich angelegten Stausee, weswegen man ihn auch durchqueren kann, wenn es aufgrund des Wasserstandes in anderen Schluchten zu gefährlich ist. Der Archbach, dessen Ursprung in Breitenwang ist, hat über die Jahrtausende die Stuibenfälle in den Kalkstein geschliffen, die uns auf ihren 500 Metern, drei Abseilstellen und ein mannigfaltiges Angebot an Sprüngen in die glasklare, grün schimmernde Gumpen bieten.

Erster SprungDie Leute von White Mountain haben auf dem Campingplatz Sennalpe am Plansee ein kleines Häuschen für die benötigte Ausrüstung, Wertsachen und zum Umkleiden. Der Guide hat einen Rucksack für das Seil dabei und um ggf. kleiner persönliche Dinge der Teilnehmer trocken zu transportieren. Die Ausrüstung wurden vom Veranstalter gestellt und war in gutem Zustand. Wir haben also nur Badesachen und ein Handtuch gebraucht. Danach ging es mit Kleinbussen zum Einstieg in die Stuibenfälle unterhalb des Wasserkraftwerks. Nach der obligatorischen Einweisung, ging es auch gleich ins Wasser und kurz darauf zum ersten kleinen Eingewöhnungssprung in eine glasklare Gumpe.

Der erste Satz war gemacht, was nicht nur für Freunde unter Canyoningern sorgte. Plötzlich fielen wir den umherschwirrenden Bremsen auf, die sofort ihre neuen Freunde begrüssen mussten und so lange Zeit mit ihnen zu verbrachten, bis sie entweder zwischen aufeinanderknallenden Neopren verendeten oder eine neoprenfreie Stelle fanden um ihre Zuneigung zum Ausdruck zu bringen. Als die erste Gumpe durchschwommen war, hiess es Karabiner in den Gurt und fertig machen zum Abseilen.

Seine Höhepunkte beherbergt der Canyon am Anfang seines Verlaufes und daher konnten wir gleich, nach einem kurzen Abschnitt zu Fuss, an der höchsten Stelle unserer Tour, dem großen Stuibenfall, ca. 30 Meter in die Tiefe blicken. An dieser Stelle hat man zwei Möglichkeiten: entweder man seilt den gesamten Fall ab oder man stop auf einer kleinen Platform (rechts im Bild zu sehen), um von dort aus ca. 12 – 13 Meter in die pechschwarze Gumpe zu springen. Die Mutigen bekommen oben noch eine genaue Anleitung und haben die Möglichkeit, sich auf dem Vorsprung für den schnellen, also den seillosen Weg oder den etwas sicheren, den Weg mit Seil zu entscheiden.

Hat man den Sprung gut überstanden, macht Jumping Jack in weiteren Verlauf seinem Namen alle Ehre. Es wechseln sich ständig Sprünge mit Gehabschnitten ab. Also heisst es rein ins Wasser, raus dem Wasser, rein ins Wasser, raus und so weiter.

Das Jumping-Jack-Canyoning in den Stuibenfällen ist meiner Meinung nach genau das Richtige für Einsteiger und Leute die einfach Spass am Canonying haben. Aufgrund der rauen Struktur des Kalksteins, gibt es leider nur wenig und sehr kurze Rutschgelegenheiten, was aber dem Spass an dem Canyon, seinen wundervollen Wasserfällen und den glasklaren Gumpen nichts abtut. Für die Tour sollten man 3 – 4 Stunden einplanen, trittsicher sein und schwimmen können.

Gehzeit

Die Gehzeit durch den Canyon hat bei uns ca. 4 Stunden gedauert. Für alles sollte man 5 Stunden einplanen.

Ausrüstung

  • Neoprenanzug (gestellt)
  • Neoprenschuhe (gestellt)
  • Helm (gestellt)
  • Gurt (gestellt)
  • Badesachen
  • Handtuch
  • ggf. Getränk

michi • 24. November 2013


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