Sport frei Michi

Deutsches Sportabzeichen: Die erste Trainingseinheit …

… war sehr ernüchternd. Das Positive zuerst: Gold bekommt man nicht geschenkt oder war das das Negative?

Wie dem auch sei, das Ziel des ersten Trainings war den Fahrplan für die nächsten zwei Wochen festzulegen und in den Disziplingruppen Ausdauer, Kraft, Koordination und Schnelligkeit die richtige Disziplin zu finden. Im Bereich Ausdauer war ich mir sicher, die 10 Kilometer vom Nürnberger Stadtlauf anerkennen lassen. Kraft? Kugelstoß oder Medizinballwurf, Steinwurf erscheint mir etwas obskur, Bodenturnen … na ja, ist eben Bodenturnen. Bei den guten alten Spartakiaden war ich auf 60 Meter immer einer der Schnellsten, dass sollte sich auf 100 Meter leicht übertragen lassen. Bleibt noch die Koordination übrig: Weitsprung, Seilspringen, Hochsprung. In dieser Reihenfolgen mit der Hoffnung, dass eine Disziplin passen wird.

An jedem Freitag hat man die Möglichkeit in Nürnberg für das Abzeichen zu trainieren. Die Möglichkeit haben bedeutet, dass man sich offiziell auf einem Sportplatz aufhalten darf und dabei diverses Sportgerät der angehörigen Schule benutzen kann – sofern die Verletzungsgefahr gering ist. Das war dem kettenrauchenden Platzwart nämlich sehr wichtig und daher wurde uns „nur“  Medizinball, Maßband und Harke zur Verfügung gestellt (ein Klick auf die Links könnte sich lohnen).

Medizinballweitwurf

Somit konnte ich herausfinden, ob Medinzballwurf im Bereich Kraft die Übung meiner Wahl werden würde und das wurde sie. Mit einer etwas ungewöhnlichen Technik habe ich den 2,5 kg schweren Ball ein paar Meter über die Goldmarke werfen können. Die erste Disziplin stand also fest.

Die nächste Übung war einer meiner ehemaligen Angstdisziplinen, der Weitsprung. Ich weiß heute noch wie meine Sportlehrer immer gesagt haben: „Nicht messen, übergetreten“, „ungültig“, „letzter Versuch, 5cm übergetreten“. Otto würde sagen, da waren sie wieder meine drei Probleme. Die ersten drei Versuche waren nämlich ungültig und wenn ich glücklicherweise nicht über die Absprungmarkierung getreten bin, tauchten mein Füsse im Bereich Bronze in den gefährlich glatt geharkten Sand. Nach diesem ernüchternden Ergebnis, entschied ich mich in der Disziplingruppe Koordination für Seilspringen. 60 Jogging-Steps sollten möglich. Also, neuer Termin am Samstag: Sprungseil kaufen.

Das Ziel der 100 Meter

Blieb also nur noch der Bereich Schnelligkeit. Problem? Nicht wirklich. Mein alte Paradedisziplin, da muss auf Anhieb Gold möglich sein.  Das die Strecke nun 40 Meter länger ist und das 15 Jahre zwischen meinem letzten Lauf und heute vergangen waren, sind Details, die mir erst ab Meter 61 in den Kopf kamen. Somit konnte ich die restlichen 39 Meter nutzen, um über eine Alternative nachzudenken. Auf Zeit Radfahren wird mit einem Mountainbike schwierig und ich kann nicht Kraulen, daher ist Schwimmen auch nicht das Richtige für mich. Also durchziehen, Gas geben, die letzten Kräfte mobilisieren, es tut weh, egal ich habe ja jetzt die Produkte von Lavit 🙂 , kann also nichts passieren. Doch … zu langsam: Bronze. Da waren sie also wieder meine drei Probleme: Keine Alternative in der Disziplingruppe, zuwenig Zeit für Training und Schmerzende Oberschenkel.

So ausgeglichen ist also meine sportlich Leistungsfähigkeit nicht Herr Kelly, aber dennoch: Go for Gold.

michi • 14. September 2013


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