Sport frei Michi

Rafting Ötztal Teil 1 – Imster Schlucht

Vor ein paar Wochen hat es mich ins Ötztal zum Raften verschlagen. Ziel war es ein Schlauchboot unbeschadet und auf der richtigen Seite durch die österreichischen Gewässer der Imster Schlucht, Ötztaler Ache und der Sana zu steuern. Hierbei sollten wir durch das Team von Faszinatour unterstützt werden, dass sich um unser Wohlergehen am Ufer und auf dem Wasser gekümmert hat. Wasser bedeutet in dem Fall Fließgewässer, welches, die Coolness des Guides vorausgesetzt, zu einem ziemlich spannenden Unterfangen werden kann und was soll ich sagen, unsere Guides Doug und Marcel waren sehr cool und haben uns gefühlt in jede Stromschnelle hinein, beispielhaft hindurch und noch heraus geführt. Am Ende ist Keiner ohne das absichtliche Zutun seiner Boots-„Kameraden“ baden gegangen, was nicht heißt, dass wir nicht nass geworden sind. 🙂 Hier der Teil 1 – die Imster Schlucht

Rafting, laut Wikipedia, eine Wassersportart bei der man in einem Schlauchboot (Raft) einen Fluss höherer Wildwasserschwierigkeitsgrade befährt. Betreut wurden wir dabei von dem Team von Faszinatour Outdoor Events, die uns ein unvergessliches Wochenende bescherten.

Am Freitagabend begann das Wochenende mit einem gemeinsamen Essen der ganzen Gruppen im „Platschnass Stadl“ in Haiming, dem Standort der Agentur. Wir hatten das rundum sorglos Paket mit Abendessen am Freitag und „Grillen“ am Samstag gebucht. Nach einer reichlichen Mahlzeit, wurden den Teams die jeweiligen Startzeiten für den nächsten Morgen und der Guide zugewiesen. Danach waren alle Formalitäten erledigt und die Aspiranten konnten noch am Lagerfeuer im Innenhof etwas entspannen und ihren Bedenken und Gefühlen freien Lauf lassen. Wir haben uns für Rauchen und den Genuss des ein oder anderen kühlen Biers entschieden.

Am Samstag ging es dann um 10:30 Uhr los. Nachdem wir uns in Helm, Neopren-Anzug + Schuhe und Schwimmweste gezwängt hatten, wurden die Teams mit dem Bus zum Einstieg in die Imster Schlucht gefahren. (Neopren-Schuhe übrigens immer eine Nummer kleiner nehmen. Es ist leichter wieder ins Boot zu klettern, wenn man nicht den halben Fluss in den Schuhen hat) Die Imster Schlucht ist ein ca. 14 km langer Flussabschnitt des Inn und ist mit Wildwasserschwierigkeitsstufe III als schwierig eingestuft. Soweit die Theorie, sie dient häufig als Warm-Up für die Ötztaler Ache, die ein gutes Teamwork und die richtige Umsetzung der Kommandos voraussetzt.

Ein paar grundlegende Rafting-Kommandos wie Rudertakt angeben, links bzw. rechts paddeln und die Gewichtsverlagerung auf eben diese Seiten gab es noch am Ufer. Die richtige Schwimmtechnik für den Fall, dass man aus irgendeinem Grund Ganzkörperkontakt mit dem entsprechenden Fließgewässer haben sollte, wurde anschließend noch an der flachen Einstiegsstelle geprobt und danach waren wir wohl soweit. Die Imster Schlucht hieß uns mit anfänglich ruhigem Wasser willkommen und gab uns noch etwas Zeit das eben Gelernte auf dem Wasser zu vertiefen. Diese Gastfreundschaft hielt aber nicht lange an und gleich in der ersten Stromschnelle fegte die erste Welle über unserer Helme hinweg und ließ mich gleich das Paddeln und das Taktangeben vergessen. Mein Körper priorisierte ganz klar Luftschnappen vor „Eins, Zwei, Drei“ rufen. Kurz danach der Gedanke: „Das kann ja heiter werden“. Auf dem Weg zur nächsten größeren Stromschnelle, dem „Roller Coaster“, hatten wir Gelegenheit das „Wildwasserschwimmen“ und das Flippen, also das Kentern des Rafts, zu trainieren. Danach hieß es wieder nass werden und Spaß haben. Nach dem „Rohrbrückenschwall“ („Roller Coaster“ auf deutsch) wird der Fluss etwas aufregender, Stromschnellen, kleine Walzen und mögliche Kehrwasser wechseln sich ab und man bekommt ein Gefühl für das Raft, das Team und den Fluss. Die einstige Schlüsselstelle des Flusses, die sagenumwobene „Memminger Walze“, wurde leider weggebaggert und konnte uns nicht mit ihren Wellen erfreuen. Der Ausstieg war direkt in Haiming. Ein gelungener Auftakt der Lust auf mehr gemacht hat …

michi • 4. August 2013


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